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Der Sound von Cyrano

12/7/2016

Bei den Freilichtspielen dieses Jahr bin ich zuständig für die Sounds, die Ambience, das Klangdesign. Eigentlich dachte ich "für die Musik"... aber das kann man so nicht mehr wirklich behaupten. Auch für mich als alten Hasen ein grosses Lernfeld - lasst mich erzählen.

Cyrano ist das dritte Theaterstück, in das ich musikalisch involviert bin. Abgesehen von meiner eigenen Musik habe ich inzwischen zwei Filme vertont, eine Radiosendung gestaltet, diverse Bands produziert und sogar eine Ausstellung akustisch mitgestaltet. Der übliche Vorgang ist, dass ich mit den Verantwortlichen ein paar Ideen austausche, dazu aus Archiv, Studio und Produzentenfundus die Songs oder Tracks generiere und diese dann passend ausarbeite. Auch beim Theater. Das war dieses Mal komplett anders.

Zuerst erstellte ich nach den ersten Gesprächen mit der Produktion und der Regie eine lange Liste mit zu vertonenden Szenen oder Bildern. Zu diesen sammelte ich auch wie gehabt Produktionen und Sounds. Was in 2 Sätzen erklärt ist, dauert aber in der Regel ein paar Nächte. Man will sich ja nicht blamieren.

Aber ab hier war ausnahmsweise nichts mehr wie ich es kenn'. Es wurde spannend!

Ich übergab einen ersten Ordner mit Skizzen und Musikideen. Aus diesen wurden einige lose Fahrtrichtungen besprochen, die sich in der sehr aufwendigen und lebendigen Probenzeit aber ständig verändert haben. Einige Stücke passten von Beginn weg nicht, bei anderen fielen die Szenen weg, einige Sounds passten perfekt - jedoch an anderen Stellen als geplant usw. :) So wurde aus der ursprünglichen Idee von Kompositionen ein ausschliessliches Design. Und wohl "Beratung", wenn man so will. Der Musikalische Teil wird eigentlich von einer Sängerin übernommen. Rahel Buchhold, sie ist grossartig. 

Das im Zusammenhang mit der Musik zum Stück schrägste Erlebnis: zu Beginn der Proben schrieb ich einen Rap-Song mit dem Titel "Cyrano", der Beat war sogar auch schon fertig, er hätte auf dem geplanten Titelthema basiert. Nur passt leider nicht einmal mehr dieser Baustein ins Stück und so landete dieser Versuch im ewigen Hades des Cyrano - und das Titelthema gleich mit. Wie eigentlich so ziemlich alles bis auf ein paar Explosionsgeräusche aus den ersten Ideen :) Wir fassen also zusammen: mein Sounddesign zu Cyrano beinhaltet keinerlei Songs von mir, keine Beats, keine Instrumentals und auch fast keine Samples mehr. Für mich - definitiv - ein Novum :) 

Die nächsten Tage werden somit vor allem darauf verwendet, diese Sounds und Ambiencen zum Stück passend zu machen. Ausserdem ist mit Rahel wie gesagt eine supertalentierte, grossartige Sängerin an Bord, der ich auch noch ein paar Ideen auf den Weg geben darf. Die Kadetten konnten ebenfalls einen kurzen Sprechgesangs-Teil einstudieren und in einer Szene wird tatsächlich gerappt, man spürt mich also doch noch an so einigen Stellen ;) Ich bin gespannt, wie sich das alles zum Schluss zusammenfügen wird!

Aber jetzt geht's in die heisse Phase und ich wünsche allen Beteiligten noch einmal so viel Spass wie wir bis jetzt schon hatten!

 

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