Blog

Die Premiere ist geschafft – und ich auch!

Nun ist sie also vorbei, die ersehnte und gleichzeitig gefürchtete Premiere. Und sie war in vielen Bereichen so ganz anders, als ich sie mir vorgestellt habe…

Den Einstieg „mit Publikum“ mussten wir natürlich im Vorfeld immer ohne Publikum proben. Dem entsprechend kam ich mir immer etwas doof vor, wenn ich mit imaginären Gästen plauderte und imaginäre Getränke anbot. Wie toll ist es aber jetzt an der Premiere, endlich echte Gesprächspartner zu haben, echte Getränke ausschenken zu können und die verwundert-belustigten Blicke zu ernten, wenn ich nachhaltig aufs „Guiche-Sponsoring“ hinweise. Die Leute sind gelöster Stimmung und offen für das, was da kommen soll. Und ich fühle nur noch eines: Die Schmetterlinge der Nervosität, der Aufregung und der Vorfreude im Bauch!

Dann geht’s los! Die ersten Sätze, die ersten Szenen, die ersten Auftritte; und wenn man der Presse Glauben schenken darf - was ich diesmal natürlich nur allzu gerne tue! - dann hat unser Stück wirklich überzeugt, berührt und begeistert! Mich hat es das schon seit langem, und ich bin froh um jede Szene, die ich in den Proben ganz bewusst genossen habe. Diese schönen Zeiten sind nämlich leider vorbei. Statt zuzuschauen richte ich jetzt während des ersten Teils den Getränkestand ein, höre wehmütig mit einem Ohr hin, wenn Fetzen meiner unzähligen Lieblingsszenen zu mir herüber klingen, bringe die am Apéro gebrauchten Gläser, Karaffen und Flaschen in die Postremise zurück, putze die Tische, stelle für die Pause frische Gläser und Snacks bereit und schleppe Körbe voller Fläschli und Gütterli in den Park. In der Pause bediene ich dann voller Freude unser Publikum, das sich trotz leichtem Regen zu einem grossen Teil draussen aufhält.